So ein Monatsrückblick ist immer wieder eine große Überraschung. Wenn ich meinen Kalender und Foto-Ordner durchblättere, wird mir erst klar, wie bunt und voll die Wochen waren. Dann beginnt der Entscheidungsprozess. Was ist interessant genug und kommt in den Rückblick? Was ist auch einfach „nur“ ein Innehalten für mich? Ich habe diese Rückblicke in kurzer Zeit sehr schätzen gelernt, das liegt daran, dass sie mir erlauben, den Übergang von einem Monat in den nächsten bewusst zu gestalten. Ich starte anders in den neuen Monat, mit einem klareren Blick auf das, was beendet ist. Und auf das, was demnächst meine Zeit und meinen Fokus benötigt.
Ich war beim Schreib-Summit 2026 dabei
Ich war als Expertin beim Schreib-Summit 2026 dabei. Der Kongress fand vom 21. bis 28. Februar 2026 online statt. Über 30 Expert*innen aus dem deutschsprachigen Raum teilten dort ihre erprobten Methoden in spannenden Interviews, gaben praktische Anleitungen und inspirierende Impulse. Da Anita Arneitz, die Gastgeberin des Kongresses, mit ihrem Studio für Schreibkultur im österreichischen Klagenfurt sitzt, hatten wir unser Interview Anfang Februar per Videokonferenz geführt und aufgezeichnet, am 26. Februar wurde es für die Teilnehmer*innen des Kongresses freigeschaltet.
Wie war’s? Kurz gesagt: Beeindruckend. Ich habe viele Stunden pralles Branchenwissen auf dem Summit erlebt. Das Themenspektrum reichte von der ersten kreativen Inspiration über professionelle Schreibtechniken bis hin zur erfolgreichen Vermarktung. Ich freue mich, dass ich Teil des Expert*innenteams sein durfte. Ich habe von den Kolleg*innen so viel gelernt, dass ich diesen Kongress sowohl als tolle Erfahrung als auch Fortbildung für mich verbuche.

Das war auch noch los im Februar
- Ich habe eine generationenübergreifende Schreibwerkstatt durchgeführt. Die jüngste Teilnehmerin war knapp 13, die übrigen Teilnehmer*innen rund fünzig bis sechzig Jahre älter. Hat es funktioniert? Jawohl! Da wächst eine neue Autorin heran.🥳
- Vier neue Blogartikel sind im Laufe des Februars entstanden. Dies hier ist Nummero Fünf! Die Blog-Dekade von The Content Society (TCS) kam für mich zur Unzeit, aber etwas Schub hat sie mir trotzdem gegeben.
- Im Februar hat mich gleich dreimal wunderbare (analoge!) Post erreicht. Ein Brief war sehr geheimnisvoll mit Siegellack verschlossen, ein anderer hat mich zu einem Fest eingeladen und am letzten Tag des Monats bekam ich ein Päckchen, das mich nicht nur überrascht, sondern auch zu Tränen gerührt hat. Im Päckchen lag „wahrscheinlich mein erster handgeschriebener Brief seit über 50 Jahren“ und unter anderem eine im 3D-Drucker entstandene Rabenkrähe, passend zu meinem Jahresvogel 2026.
- Ich habe mich auf ein Blind Date eingelassen. Es ging gründlich schief. 🤣 Was genau los war? Die Stadtbibliothek Kassel verführt aktuell zu einem „Blind Date mit einem Buch“. Man nimmt ein in Packpapier gewickeltes Buch mit nach Hause und lässt sich dann beim Auspacken überraschen… Schon beim Anblick des Covers dachte ich: Das hätte ich mir nie selbst ausgesucht. Aber ich gab dem Buch eine Chance. Ich habe es angelesen, dann abgebrochen. Das Genre New Adult und Romance ist nichts für mich. Aber die Aktion läuft noch länger. Vielleicht wage ich ein weiteres Date.

Diese Bücher habe ich im Februar gelesen
Der Februar ist bekanntlich ein kurzer Monat, aber eben auch ein ziemlich dunkler. Perfekt zum Lesen. Da ich das Blind-Date-Flopp-Buch relativ zügig weggelegt habe, blieb genug Zeit für andere Lektüre. Hier meine Liste für den Februar.
- Laetitia Colombani: Der Zopf
- Brigitte Ebersbach (Hg.): Aufbruch der Frauen. Die wilden Zwanzigerjahre
- Henning Mankell: Die italienischen Schuhe
- Ulrich Schnabel: Muße. Vom Glück des Nichtstuns
- Mel Robbins: Die Let-Them-Theorie
- Caroline Ring: Wanderer zwischen den Welten. Was Vögel in Städten erzählen
- Sol Stein: Über das Schreiben. Der Meisterlektor vieler erfolgreicher Schriftsteller unserer Zeit über Handwerk, Techniken und die Kunst des Schreibens (wiedergelesen)
Ausblick: Das wartet im März auf mich
Ich werde den ganzen April unterwegs sein, daher muss ich im März ordentlich Gas geben, damit ich beruhigt wegfahren kann. Dennoch gibt es etliche Dinge, auf die ich mich freue.
- Ich leite zwei Schreibwerkstätten in einem Alten Küsterhaus in der Nähe von Bremen an. Ein sehr inspirierender Ort, den ich seit Herbst 2025 kenne.
- Ein Fachartikel für Pflegende Angehörige will geschrieben werden, außerdem eine Reportage über die Faszination des Nacht- und Sternenhimmels.
- Ich sortiere die Erinnerungen einer alten Dame, die ihr Leben für die Enkel dokumentieren möchte. Da will ich voran kommen.
- Meine Foto-Ausstellung im Hofladen der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen muss Ende des Monats wieder abgebaut werden.
- Meine Cello-Lehrerin spielt ein Solo-Konzert, auf das ich mich freue. Auszüge davon habe ich neulich in kleiner Runde bereits zu Hören bekommen. Überhaupt ist das Programm der Camerata Kassel wärmstens zu empfehlen.
- Ein Garteneinsatz steht an, nach dem – so der Plan – ein Rosenbogen meinen Garten ziert und mir künftig den Durchgang erleichtert.




