Monatsrückblick September 2026: Interviews, Reportagen und eine Umfrage

Helle Computertastatur, im Hintergrund die Skulptur eines Elefanten

Im September habe ich nur zwei Blogartikel geschrieben: meinen Monatsrückblick für August und einen Beitrag für mein 12-von-12-Format. Aber hinter den Kulissen war deutlich mehr los als es den Eindruck erweckt. In der Bilanz für September stehen auch noch ein Interview 🎤, zwei Reportage-Aufträge ✍️ , ich habe eine Umfrage ❓auf den Weg gebracht und vier Bücher gelesen. 📚🤓

Details dazu und auch eine Vorschau in den Oktober findest du direkt hier im Blogartikel. Ich freue mich, dass du wieder hier vorbeischaust.

Interview mit einer starken Frau

Eine Sache, die ich an meinem Beruf wirklich liebe: Ich lerne ständig dazu und treffe auf interessante Menschen. Im September durfte ich im Rahmen des Jahres der Frauen in der Landwirtschaft (eine Initiative der Vereinten Nationen) eine Bio-Winzerin in Rheinhessen interviewen. Eva Vollmer ist promovierte Winzerin und hat mich in ihrer Art und ihrer Offenheit sehr inspiriert. Mit Mitte 20 hat sie den Hof der Eltern übernommen und den Betrieb von einem Traubenlieferanten (Fokus auf Quantität) zu einem Bio-Weingut umgewandelt (Fokus auf Nachhaltigkeit und Qualität).

Sie geht sehr selbstbewusst und erfolgreich ihren Weg in einer noch immer männerdominierten Branche, der Landwirtschaft. Ein Vorbild? Ja! In mehrfacher Hinsicht. Nicht zuletzt, weil sie auf Kooperation statt Konkurrenz setzt, Gemeinschaft stiftet statt Fronten verschärft. Ich habe mich gefreut, dass ich dieser starken Frau zu ein wenig mehr Sichtbarkeit verhelfen konnte.


Ich habe eine Umfrage durchgeführt

Fast alle, mit denen ich über das Schreiben spreche, sagen früher oder später denselben Satz: „Ich würde so gern schreiben, aber ich habe einfach keine Zeit.“ Ich habe mich gefragt, ob es wirklich an der Zeit liegt oder an etwas anderem. Da ich es genauer wissen wollte, habe ich eine Umfrage zum Thema „Wohin verschwindet deine Schreibzeit?“ erstellt. Gerade steuert die Umfrage auf ihr Ziel zu, noch bis 1.10.2026 um 12 Uhr kann der Fragebogen beantwortet werden.

Die Ergebnisse fasse ich Anfang Oktober in einem Blogartikel zusammen. Ich veröffentliche Zahlen, Erkenntnisse und eingegangene Geschichten. Während ich diese Zeilen tippe, steht die Zahl der eingereichten Fragebögen bei 59. Großartig! Mein Ziel war, mindestens 25 Antworten zu erhalten. Ich bin gespannt, was die Auswertung mir verrät.


Meine Lektüre im September 2026

Wie jeden Monat zeige ich in meinem Rückblick, welche Bücher ich gelesen habe. Im September waren es vier: zwei Romane, eine Mini-Biografie und ein Werk einer Pulitzer-Preisträgerin über das Schreiben. Meine komplette Jahreslektüre findest du übrigens gesammelt in meinem Blogartikel Lektüre 2026.

  • Thomas Schlesser: Monas Augen
    Ein alter Mann geht ein Jahr lang jeden Mittwoch Nachmittag mit seiner 10-jährigen Enkelin Mona in ein Pariser Museum. Die selbst gestellte Aufgabe: genau ein Kunstwerk zu betrachten und darüber zu sprechen. Während die Eltern die beiden beim Kinderpsychiater wähnen, sind sie im Louvre, im Musée d’Orsay oder im Centre Pompidou. Das wäre an sich ein lustiger Streich, aber das Mädchen droht zu erblinden und ihr Großvater möchte, dass Mona in diesem Fall wundervolle innere Bilder in sich trägt. Ein sehr rührendes, aber auch lehrreiches Buch, denn nebenbei lernt man viel über die Malerei und moderne Kunst. Der Autor Thomas Schlesser ist Kunsthistoriker und alle Kunstwerke sind in den Buchklappen abgebildet.
  • Ich, der König. Eine Comic-Biografie über Pablo Picasso
    Ein Freund brachte mir ein kleinformatiges Heftchen mit. Und in diesem Heftchen steckt das gesamte Leben eines großen Künstlers, als Comic realisiert. Meine Recherche hat ergeben, dass es neben dem Picasso-Comic aktuell noch 48 weitere Künstlerbiografien in dieser Reihe gibt. Ich freue mich schon auf neue Entdeckungen! Einen Überblick über sämtliche erhältliche Comic-Biografien findest du auf der Seite des Willi Bloess Verlags.
  • Virginia Evans: Die Briefeschreiberin
    Ich bin eine bekennende Brieffreundin, aber spätestens nach der Lektüre dieses Buches wäre ich eine Briefeschreiberin geworden. Die US-Amerikanerin Virginia Evans hat einen Roman in Briefen vorgelegt und damit – zu Recht! – Rang 1 der New York Times Bestsellerliste erklommen. Über Briefe wird das erfolgreiche wie tragische Leben einer Frau erzählt. Mit ihren eigenen Worten, Schrullen, Kämpfen und Liebenswürdigkeiten.
  • Annie Dillard: The Writing Life
    Um mich literarisch und technisch fortzubilden, lese ich regelmäßig Bücher von Autor*innen über das Schreiben. Das Buch „The Writing Life“der Pulitzer-Preisträgerin Annie Dillard ist aktuell nur auf Englisch erhältlich, aber absolut lesenswert. Klare Sprache, sehr persönliche Beschreibungen und der Blick durchs Schlüsselloch zeigt, was ein Leben, das vom Schreiben geprägt ist, so mit sich bringen kann. 111 Seiten schmal ist das Werk. Bekannter ist die Essayistin und große Naturliebhaberin aber für ihr Buch „Pilger am Tinker Creek“.
Bücher, horizontal aufeinandergestapelt
Mein Buchstapel für September

Was sonst noch los war im September

  • Für den NVV (Nordhessischer Verkehrsverbund) war ich im September gleich zweimal auf Tour. Zu einer Kaffeerösterei und zu einer Kunstwerkstatt. Beide Artikel erscheinen erst im Frühjahr 2027, aber in Kürze kommt die Herbstausgabe des Freizeitmagazins NVV.natürlich unterwegs heraus, dort bin ich auch mit zwei Reportagen vertreten.
  • Zehn Tage lang bin ich als „Sauerteig-Hotel“ im Einsatz. Eine Freundin ist verreist, also wohnt ihr Schraubglas mit Sauerteigstarter in meinem Kühlschrank. Demnächst, wenn ich dann mal weg bin, wird mein Sauerteig bei ihr versorgt.
  • Nach Jahrzehnten habe ich wieder Kontakt zu meiner engsten Schulfreundin. Obwohl wir früher unzertrennlich waren, haben wir uns nach dem Abitur aus den Augen verloren. Bald treffen wir uns, ich freue mich RIESIG auf die Begegnung.
  • Die Taschen meiner Jacken sind voll Kastanien. Ich kann die glänzenden Schönheiten einfach nicht liegen lassen.
  • Ich habe mir die beleuchteten Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe angesehen. Ich war nicht die einzige, die anderthalb Stunden lang im Dunkeln dem Wasser und dem Licht gefolgt ist. Aber es war eine schöne Stimmung.
Kaffeebohnen in einer Röstmaschine
Blick in eine Kaffeeröstmaschine, die Bohnen sind bereits braun und werden gemischt

Ausblick: Darauf freue ich mich im Oktober

  • Die Auswertung meiner Umfrage steht an. Ich bin gespannt auf das Ergebnis.
  • Ich sammle Ideen für einen digitalen Adventskalender. Noch ist nix fix, aber nach dem Erfolg des letzten Jahres habe ich Lust auf eine neue Ausgabe.
  • In Hann. Münden findet wieder das Kunst- und Kulturfestival DenkmalKunst-KunstDenkmal statt. Ich habe eine Dauerkarte.
  • Ein paar Tage lang helfe ich einer Freundin in der Toskana bei der Olivenernte. Das habe ich noch nie gemacht, aber es wird mit Sicherheit toll.

Ich schreibe diese Monatsrückblicke seit Juli 2025.


3 Kommentare zu “Monatsrückblick September 2026: Interviews, Reportagen und eine Umfrage”

  1. Liebe Esther,

    spannend, dass bei dir auch mehr im Backend passiert ist. Und, was für ein schönes Thema für das Interview mit der Winzerin. Stark, dass sie diesen Schritt gegangen ist!

    Meine Umfrage habe ich abgeschlossen. Leider nicht so erfolgreich, was die Teilnehmerzahl angeht. 25 war auch mein Minimalziel, leider habe ich es knapp verpasst. Aber ich habe dennoch einige gute, erhellende Antworten bekommen und für einen Blogbeitrag reicht es allemal.

    Und so einen digitalen Adventskalender wollte ich auch schon mal machen, aber diesen Herbst haben andere Dinge Priorität.

    Liebe Grüße
    Heidrun

  2. Die Briefeschreiberin hat mir ausnehmend gut gefallen, das ist ein wunderbares Buch, das ich auch gerne weiterempfehle. Mit Monas Augen habe ich mich ehrlicherweise schwer getan und das Buch „The Writing Life“ habe ich mir eben bestellt. Danke für den Tipp!

    • Ich ahne, was dich bei „Monas Augen“ gestört haben könnte, Gudrun. Aber die Idee des Buchs finde ich grandios und ich habe viel über die genannten und besuchten Kunstwerke genannt. Das steht dann als Gegengewicht auf der anderen Seite.
      Schön, dass du wieder vorbeigeschaut hast.
      Liebe Grüße, Esther

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